Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Dammsicherung am Main-Donau-Kanal

Dichtung im Bereich Erlangen wird ertüchtigt

Ausgabejahr 2020
Datum 17.07.2020

Am Main-Donau-Kanal muss wegen des dichten Schilfbewuchses, auf der Wasserseite der Dämme im Bereich der Ortschaften Frauenaurach und Schallershof, die Dichtung ertüchtigt werden. Die Durchwurzelung der Dichtung führt zu Fehlstellen innerhalb der Dichtung, die nach Einschätzung der Bundesanstalt für Wasserbau langfristig nicht hingenommen werden können, da sie eine Durchsickerung des Dammkörpers hervorrufen und somit die Standsicherheit des Dammes beeinträchtigen. Deshalb ist eine Instandsetzung des betroffenen Bereiches notwendig.

Die Sanierungsvariante wurde an einem benachbarten Abschnitt des MDK bereits erfolgreich getestet und mit den zuständigen Naturschutzbehörden abgestimmt.

Dipl.Ing. Denise Kroll, Wasserstraßenbauwesen: „Wenn wir den Bewuchs entfernt haben, werden wir eine zusätzliche Dichtungsschicht aus Beton aufbringen. Das schützt die Dichtung und verhindert eine Durchströmung des Dammes. So wird die Standsicherheit des Dammes langfristig gewährleistet.“

Die Arbeiten beginnen ab dem 3. August 2020 und sollen im Januar 2021 abgeschlossen werden. Für die Dauer der Bauzeit ist eine Sperrung des Betriebsweges auf der Ostseite des Main-Donau-Kanals parallel zur Kraftwerksstraße sowie Schallershofer Straße erforderlich. Eine Umfahrung der Baustelle über diese beiden Straßen ist möglich.

Dipl.Ing. Denise Kroll, Wasserstraßenbauwesen: „Da Dammsicherheit eine Daueraufgabe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes ist, sind unsere Dammbeobachter regelmäßig unterwegs. Auch nach der baulichen Sicherung überwachen sie den Zustand der Dämme, achten auf Wühltierbauten, messen Grundwasserstände und erkennen selbst kleine Veränderungen.“

Diese Kombination aus baulicher Sicherung und regelmäßiger Überwachung bietet einen umfassenden und nachhaltigen Schutz.